FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
 Regeln   Portal   Index   M-F-P-Session II   Galerie 
Gehe zu:  
Alkohol & Musizieren

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Music Forum Pro Foren-Übersicht -> Musikanten-Stammtisch
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Kaisen
festes Mitglied
festes Mitglied


Alter: 36
Anmeldungsdatum: 24.10.2005
Beiträge: 109
Wohnort: Marzaaahhhn und Greifswald

BeitragVerfasst am: 21.06.2006 21:42    Titel: Alkohol & Musizieren Antworten mit Zitat

Hallo Musik-Freunde,
wenn ich so über Rock-Im-Park nachdenke, fällt mir ein interessantes Thema ein: Was haltet ihr denn von Alkohol (oder andere Drogen) auf der Bühne? Ich denke da nur an Pete Doherty von den Babyshamples. Der war beim Festival hacke voll und hätte beinahe mehrmals seine Gitarre runterfallen lassen. Unfaßbar!!! (Kann mir jemand diesen Hype um ihn erklären? Ständig ist er wegen Alk-Eskapaden in der Zeitung,Das Konzert von ihm fand ich persönlich aber eher mau)Als Gegenbeispiel sei da nur The Rasmus zu erwähnen, die - very un-finish - auf Alk-Eskapaden verzichten. Was sind eure persönlichen Erfahrungen? Ist Alk contra Bühnennervösität okay oder gehört das einfach zum Musikmachen (wo mir James Hetfield vor seinem Reha-Aufenthalt sicherlich zugestimmt hätte)?
Was meint?
Mir fällt dazu nur ein, dass ich vor meinen wenigen Auftritten eigentlich nie was getrunken hatte, aus Angst, ich müßte während des Gigs aufs WC Smile

Liebe nüchterne Grüße

Kaisen
_________________
Man kann auch ohne Spaß Alkohol haben.
(vermutlich Pius X. in seiner Schrift "De Cerveza Smile )
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Kitten17
MFP-Poster
MFP-Poster


Alter: 31
Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 241
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 22.06.2006 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kaisen!

Ich weiß aus Erfahrung,dass Alkohol ungemein gegen die Angst hilft. Von daher überleg ich immer vor einem Auftritt,ob ich etwas zu mir nehme oder nicht,da ich solch eine Angst besitze,dass ich sogar schon Bandmitglieder,die sonst die Ruhe in Person sind,in Nervosität versetze.

Aber wenn man zu viel trinkt,gibt es den nachteiligen Effekt,dass man kaum noch Kontrolle über die Stimme hat, der Hals und Mund trocken sind und man nicht laut singen (nicht kreischen) kann,da es wegen der Trockenheit schwierig ist oder der Hals weh tut. *eigene Erfahrung*

Mal abgesehen davon,dass über Betrunkene,die singen, wahrscheinlich eh nur gelacht wird. Wink

Also wie gesagt,wenn man sowas macht,dann nur in einer minimalen Menge.

Von solchen Alkoholexzessen halt ich nicht viel....das soll den Punks überlassen bleiben. Wink

Liebe Grüße
Jenni
_________________
Enjoy your life! It's your only one.

Meine eigenen Lyrics:
- Hey Baby!
- Why did you stop lovin' me
- Sturz ins Meer
- Promise to a fool

My own HP:
www.amaziah.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden AIM-Name MSN Messenger
Sadlion
Super-Poster
Super-Poster


Alter: 59
Anmeldungsdatum: 06.10.2005
Beiträge: 1206
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22.06.2006 02:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

von mir dazu nur ein Zitat von Udo Lindenberg ... übrigens einer der es wissen muss, denn er hat nun wirklich alles durch:

"Die beste Droge ist der klare Kopf!"

Wer es nötig hat sich zu betrinken um seine Aufregung unter Kontrolle zu bekommen, und damit mangelndes Spielvermögen in Kauf nimmt, sollte meiner Meinung nach an seinem Selbstbewustsein arbeiten oder überdenken, ob er wirklich live Musik machen und seinen Fans das antun will.

Alkokol und Drogen auf der Bühne sind zutiefst unprofessionell ...

... und Drogen generell nur was für Looser!

Meine Meinung.

Liebe Grüße

Sadlion
_________________
Sicher kannst du die Uhr nicht zurückdrehen,
aber du kannst sie immer wieder neu aufziehen.
------------------------------
Wenn jemand gegen Aluminium minimal immun ist, hat er eine Aluminiumminimalimmunität.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Flo
MFP-Poster
MFP-Poster


Alter: 34
Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 208
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22.06.2006 02:36    Titel: Antworten mit Zitat

hi ihr süßen^^

ich finde das thema wirklich spaßig und versuch gerade von meinem grinsen die ernsthaftigkeit wieder zu finden, um zu antworten^^

prinzipiell ist es wohl so dass alkohol lockerer macht und vermutlich auch einem gewisse ängste nimmt.
dennoch könnte ich mir damals bei den auftritten alkohol oder jegliche andere drogen nicht im geringsten vorstellen.
wenn ich daran denke, als tatti mir einen besuch abgestattet hat und ich versucht habe ein paar töne zu treffen, muss ich für mich ganz klar sagen... alkohol und konzentration (die man ohne zweifel für erfolgreiches musizieren braucht) passen bei mir absolut nicht zusammen:D
ich glaube, ich hätte sogar noch mehr angst, weil ich weiß, dass dadurch meine fertigkeiten abnehmen.

@rayco:
entschuldige bitte meine spitzfindigkeit^^, aber du widersprichst dir in deinem posting zum thema droge. erst verbietest du drogen und dann zitierst du mit hilfe einer droge :p

in diesem sinne versuch ich mir ein paar von den nützlichen drogen des udo lindenberg für den nächsten monat zu organisieren:)

grüßchen
Flo
_________________
---===Für die Welt bist du alles ... wenn die Welt alles für dich ist!===---
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
FU-Fighter
Founders-Poster
Founders-Poster


Alter: 29
Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 458
Wohnort: Königs Wusterhausen/Berlin

BeitragVerfasst am: 23.06.2006 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nabend meine stark musikalischen Freunde,

hier ist mal wieder der FuFi, der Nachts nach dem Endspiel der Gruppe F nichts besseres zu tun hat, als noch einen Eintrag zu schreiben.
Eines muss man dem Herrn Kaisen aber lassen, das Thema ist Top, und zu Rock im Park zu gehen auch.

Aber nun zum eigentlichen Thema, welches bei mir heute (leider) passt, denn ich war heut mit einem Teil meiner Klasse in der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei, die wirklich empfehlenswert ist.

Allerdings sollten nur wirklich hartgesottene den folgenden Abschnitt lesen.

Ja, nach der Führung durchs Gelände gings in die hauseigene Bar und von da aus direkt an die Theke. Und an der Theke gabs Bier, viel Bier, viel zu viel Bier. Um genau zu sagen, 1,5 Liter in 40 Minuten. Auf nüchternen Magen versteht sich. Einige mögen sich jetzt fragen, warum ich den ganzen Spaß hier schreibe; und ich sage abwarten.
Ziemlich gut drauf, gings dann fast zwei Stunden quer durch Berlin auf der Suche nach einem Heimweg nach KW (meinem Heimatort). Dann erstmal zu Oma und schlafen, denn ansonsten war ich wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen. Dann nach viel zu kurzem Schlaf hab ich dennoch fast meinen Musikschultermin verpasst.
Dort spielte ich dann fröhlich Blowin' in the Wind von olle Bob Dylan und merkte,wie ich ab und zu mal einen Akkord vergaß oder einen Takt vorzog. Mein Musiklehrer bekam natürlich "Wind" von meiner Fahne.
Also mein Fazit ist, dass es sich auf Alkohol ziemlich schwer spielt und wenn man dann noch singen soll, naja ich weiß nicht.
Ausnüchtern ging dann gut beim Beachvolleyball, aber das interessiert ja hier keinen..

Also zum Thema Alkohol in der Musik glaub ich fällt bestimmt fast jedem erstmal der Pete ein.
Meiner Meinung will der noch mit 27 jahren sterben, um zu diesen Supermusikern , die alle in diesem Alter draufgingen, dazuzugehören.

Aus eigener Erfahrung, die zwar sehr beschränk ist, kann ich den anderen zustimmen, dass mit ganz geringen Mengen Alkohol, ich denke da an max. drei Bier, es sich doch ganz gut noch spielen lässt.

Aber auf mehr solle man ja dann doch verzichten, denn was passieren kann, haben mal die Hosen bewiesen, als sie etwas zu lang und zu fest getrunken haben und ihr Abschlusskonzert nach einer halben Stunde abbrechen mussten.

Das beste Beispiel für einen professionellen Antialkoholiker ist ja der Herr Farin Urlaub, der sich wohl eher umbringen würde als einen Tropfen Alkohol anzurühren. Das absolute gegenteil ist (oder war) sein bandkollege Bela B., der aber trotzdem seine Konzerte immer über die Bühne bringt, im Stehen natürlich.

Die Hauptfrage ist doch aber, warum Alkohol oder Drogen an sich so eine Verbindung zur Musik haben, wobei die Musik für jeden schonmal den selben Effekt hatte, aber auch das ist jetzt nicht so wichtig.
Viele gute Lieder, auch wenn mir grad keins einfällt, wurden unter Drogeneinfluss geschrieben oder handeln von diesem Thema.
Vielleicht sollte die Diskussion in diese Richtung gelenkt werden, da die Gründe für diese Verbindung für mich einen Hauptpunkt darstellen.

Yoah, ich hoffe ich konnte euch helfen oder die Diskussion in eine neue Richtung lenken.
Ich denke in den nächsten Tagen bestimmt nochmal eine Runde über dieses Thema nach.
Jetzt muss aber erstmal mein letzter kleiner Rest Alkohol raus, das heiß schlafen.

Also Gute Nacht,
euer FuFi

PS: Der Text ist auf Laptop geschrieben, also könnten ein paar Buchstaben fehlen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
Sadlion
Super-Poster
Super-Poster


Alter: 59
Anmeldungsdatum: 06.10.2005
Beiträge: 1206
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 23.06.2006 01:59    Titel: Antworten mit Zitat

FU-Fighter hat Folgendes geschrieben:

Die Hauptfrage ist doch aber, warum Alkohol oder Drogen an sich so eine Verbindung zur Musik haben, wobei die Musik für jeden schon mal den selben Effekt hatte, aber auch das ist jetzt nicht so wichtig.
Viele gute Lieder, auch wenn mir grad keins einfällt, wurden unter Drogeneinfluss geschrieben oder handeln von diesem Thema.
Vielleicht sollte die Diskussion in diese Richtung gelenkt werden, da die Gründe für diese Verbindung für mich einen Hauptpunkt darstellen.


Hallo FU-Fighter, hallo ihr Lieben,

gute Frage. Ich denke, die Verbindung zwischen Musik und Alkohol bzw. Drogen in zwei Hauptgründen zu suchen ist:

Der erste Grund ist zweifelsohne der Nachahmungstrieb. Junge Musiker wollen dazugehören und eifern den alten "Idolen" nach. Was sie musikalisch nicht schaffen, erledigen sie mit dem Pathos "Bewusstseinserweiterung" und der vermeintlichen Suche nach der "vollkommenen Befreiung" von Ängsten, Hemmungen und Zwängen. Was dabei tatsächlich passiert, spottet dann oft jeglicher Beschreibung, ist einfach nur lächerlich und kann lediglich von ebenfalls "bewusstseinserweiterten" Menschen im Delirium nachvollzogen werden. Na herzlichen Glückwunsch! Confused

Im übrigen wurden millionen mal mehr herausragende Werke von Menschen mit klarem Verstand geschrieben, als von lallenden Alktüten oder Menschen unter Drogeneinfluss, bei denen ich persönlich es recht bedauerlich finde, wenn sie diese Hilfsmittel benötigen, um etwas zustande zu bringen.

Der zweite, wesentlich ernstere Grund ist das Burnout-Syndrom, bzw. die harte Kluft zwischen gigantischer Bühnenwelt mit tausenden von jubelnden Fans, dem Presserummel und den rauschenden Aftershow-Partys auf der einen Seite und dem einsamen Hotelzimmer nach dem Gig auf der anderen. Viele Künstler können das im Kopf nicht trennen und sind mit diesem harten Kontrast zwischen Showwelt und "realem" Alltag überfordert. Die Reduktion auf ihre sterbliche und verletzbare Persönlichkeit steht dann in so krassem Gegensatz zu den Erfahrungen des Show-Rausches, dass sie irgendwie versuchen, sich dieses Hochgefühl in den Alltag zu holen. Natürlich bleibt es nicht dabei, denn wie wir alle wissen, ist jedes Gefühl noch steigerbar. Irgendwann reicht auch der Kick der Bühnenshow nicht mehr aus. Also setzt man mit Alkohol und Drogen noch eins oben drauf.
Oft spielt das oben schon erwähnte Burnout-Syndrom in diesem Zusammenhang eine ausschlaggebende Rolle. Der Leistungsdruck eines unter Vertrag stehenden Künstlers oder das ständige Streben nach Perfektion, um die Erwartungshaltung der Fans zu befriedigen, kann zu einer berufsbezogenen, chronischen Erschöpfung führen aus der der betroffene die Flucht in den Alkoholismus oder die Drogensucht sucht.

Ich denke jedoch, dass Drogen und Alkohol nicht vorrangig von Musikern konsumiert werden, sondern dass es lediglich so ist, dass Musiker, oder Künstler überhaupt, aufgrund ihrer Medien- und Bühnenpräsenz einfach mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen und ihre Exzesse deshalb natürlich allgemein bekannt werden.

Das Tragische daran: Junge Musiker eifern ihren "Idolen" nicht nur musikalisch nach und noch bevor sie sich´s versehen sind sie in einer Abhängigkeitsmühle, die allzu oft dazu führt, dass sie weder das wahre Showbizz, noch ihren 28sten Geburtstag erleben. Schade eigentlich... Crying or Very sad ... das Leben ist schön. Wink

Liebe Grüße Smile

Sadlion
_________________
Sicher kannst du die Uhr nicht zurückdrehen,
aber du kannst sie immer wieder neu aufziehen.
------------------------------
Wenn jemand gegen Aluminium minimal immun ist, hat er eine Aluminiumminimalimmunität.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Stabacs
Super-Poster
Super-Poster


Alter: 34
Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 969
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 26.06.2006 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Leute,

also ich denke auch, dass aus dem Grund der Konzentration Drogen aller Art auf der Bühne nichts zu suchen haben und sehr unprofessionell sind.

Hinzu kommt: Um einen guten Auftritt zu haben, muss man auf der Bühne Spaß haben. Bei mir hat Alkohol sehr schnell eine ermüdende, energieraubende Wirkung, und die Angst, mich mangels Koordinationsfähigkeiten zu blamieren hemmt mich dann auch noch.

Wie soll man so das Publikum zum Abgehen motivieren?

Man sollte lieber mit Freude und Selbstvertrauen auf die Bühne gehen, als mit Promille, dann kann man viel mehr Spaß und Energie rüberbringen.
Das kommt dann auch vom Publikum zurück und nimmt einem auch schnell die Nervosität.

Mit dem BurnOut-Syndrom kenn ich mich nicht allzugut aus,
aber ich denke, auch dagegen gibt es sinnvollere Mittel als Drogen.
Zum Beispiel Urlaub und Freunde, die hinter einem stehen und aufbauen.
Das ist auch das Geheimniss, wie es Farin all die Jahre ohne Alk geschafft hat...er heißt ja nicht umsonst Farin Urlaub. Wink

Evtl. macht es auch Sinn, wie Bela B. Felsenheimer von den Ärzten, sich mit anderen Berufen (er hat einen eigenen Komik-Verlag und ist ab und zu Schauspieler) zu beschäftigen, was mehr Abwechslung in den Alltag bringt.

Ich für meine Teil mache Musik, um den Menschen etwas geben zu können. Und deshalb werd ich mich garantiert nicht als schlechtes Vorbild vollgedröhnt oder betrunken auf eine Bühne stellen.
Dann könnte ich ja wahrscheinlich auch nicht die Botschaft rüberbringen, die ich den Menschen auf den Weg geben möchte.

Es geht auch ohne,
und in diesem Sinne einen nüchternen aber lieben Gruß.

Bis dann, Stabacs
_________________
"Musik, das Geräusch, das denkt" (Victor Hugo)

www.stabacs.de
www.myspace.com/stabacsmusic
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
tatwanasi
Super-Poster
Super-Poster


Alter: 34
Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 834
Wohnort: hier und dort

BeitragVerfasst am: 27.06.2006 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöle!

Ich wollte zuerst mal ein wenig verfolgen in welche Richtung das ganze hier geht bevor ich meinen Quark dazugebe. Also wo Stabacs jetzt allgemein das Thema Drogen anschneidet (im Topic war ja nur von Alk die rede) denke ich persönlich das generell viele Drogen in unserer Gesellschaft unterschätzt werden. Zigaretten, Kaffee und Tabak sind ebendso Drogen wie Alkohol, Koks oder aber ebend auch der "freie Kopf".

Jeder muss dabei für sich selbst wissen was er dadurch an sich selbst verändern will und vor allem was er mit seiner Musik darstellen will.

In diesem Zusammenhang fällt mir sofort Ville Vallo (oder wie auch immer er geschrieben wird) von HIM ein, der jeden Auftritt ununterbrochen ne Zigarette in der Hand hat ... ich mein OK - passt ja zum Image - aber rein von der musikalischen Seite ist es als Sänger sicherlich kontraproduktiv.

Ein weiteres Beispiel wäre Curt Kobain, ich hab diverse Nirvana Live Gigs im Videoformat hier und bei manchen hätte man lieber nen 3 jährigen auf die Bühne stellen sollen, denn der hätte ohne Text und Spielkenntnis mit Sicherheit mehr vollbracht. Das Fazit dazu wäre - grässlichst!!! - ich versteh nicht auf was er war und wieso da auch noch wer geklatscht hat danach - aber die waren wahrscheinlich wirklich auf dem gleichen wie er.

Jimmi Hendrix wäre sicherlich auch noch erwähnenswert, der ja auch nicht grade selten Gitarren verbrannt hat, in extase Solis gespielt hat oder auch Verstärker ge****t haben soll (stimmt das eigendlich? ist mir mal so zu Ohren gekommen ...) allerdings ist der ja merkwürdigerweise auch musikalisch ein Vorbild für viele aufstrebende Gitarristen - nicht nur wegen der Drogen sondern auch vom Spielen her.

Wie gesagt muss man da differenzieren, im Proberaum hab ich beides durch. Zum einen in ner Fun-Punk-Band wo man unter nem Kasten Bier nicht ausm Proberaum rauskommt und zum anderen auch ne Soul-Jazz-WasAuchImmer-Band ich mich niemals getraut hätte was von Alkohol zu erzählen.

Wenn man konsequent, zielstrebig und hart an etwas arbeiten will - und das sind ja wohl unsere Gigs in der Wuhlheide, dann sollte man Alkohol definitiv aus dem Proberaum verdammen. Alle anderen können sich gerne weiter ihr Bierchen gönnen.

Wenn es um die Kreativität geht, dann finde ich für mich persönlich das man mit Alkohol oder anderen bewusstseinserweiternden Mittelchen durchaus experimentierfreudiger wird, bzw. man Texte schreibt die man nüchtern nie so gedacht hätte. Diese entsprechen dann aber mehr der Wahrheit weil man ebend ungehemmt ist und sich (z.T. negative) Barrieren im Kopf wegräumt.

Auf der Bühne, wäre es in meinen Augen eine Ausrede zu sagen, dass man die Aufregung bekämpfen will, denn genau für diesen Kick stellt man sich ja auf eine Bühne. Wenn man sich wirklich verspielt oder versingt wird es mit Drogen sicherlich auch nicht besser.

Mein Fazit der Überlegung wäre jetzt, dass wenn das Image es erfordert (und da hat ja die Plattefirma auch noch was mitzureden??) bzw. man selbst den Spaß daran wahren will, dass es dann durchaus legitim ist eine übersichtliche Anzahl von Bier zu trinken auf der Bühne. Mit der Zeit ist man dann dran gewöhnt und die meißten Unterhaltungs-Bands sind muskalisch ja eh nicht soooo anspruchsvoll.
Wenn es allerdings auf virtuose Fähigkeiten ankommt dann ist es sicherlich nicht das richtige.

Sadlion muss ich auch definitiv zustimmen, dass die meisten populären Drogenopfer(bands), welche in den Medien sind, Geld haben, an die falschen Leute geraten, mit ihrem Geld die Grenzen austesten und deren Schicksal deswegen von den Medien ausgelatscht wird.

Trauriges Schicksal - jede Band hat es selbst in der Hand.

In diesem Sinne
Liebste Grüße
Tatti
_________________
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gun_Dalf
Founders-Poster
Founders-Poster


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 574
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27.06.2006 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Also als allererstes möchte ich sagen, dass das wirklich jedem seine Sache ist und es im Endeffekt auch nur jeder selber für sich wissen muss ob ihm Alkohol bzw. Drogen etwas bringen.
Ich finde man muss auch mal etwas unterscheiden, was mit Alkohol im Zusammenhang mit musizieren gemeint ist.
Ich glaube es kommt sehr stark drauf an in welcher Weise man grade musiziert.
Ich meine wenn eine Punkband auf der Bühne Bier trinkt wird das niemanden stören, wenn aber ein Opernsänger nach einer schönen Arie erstmal seine Wodkaflasche rausholen würde um einen ordentlichen Schluck zu nehmen wären wahrscheinlich viele Zuschauer entsetzt.
Deswegen würde ich behaupten wollen, dass es auch sehr stark darauf ankommt welches Publikum man grade vor sich hat.
Ich meine Leute, die einfach zusammen mit der Band ne Party feiern wollen werden sich garantiert nicht daran stören, wenn die Leute da ein paar Bierchen trinken, jedoch Leute die einen professionellen Virtuosen sehen wollen werden schon sauer sein wenn der so dicht is, dass er sein Instrument gar nicht mehr halten kann.
Als Musiker sollte man eben wissen (wie Rayco immer meint Wink ) wie der Konsument funktioniert.
Dass ist das selbe wie wenn irgendein "Ghetto-Gangster-Rapper" über f****n und Drogen und Leute erschießen rappt.
Ich meine ich fass mir dabei an Kopf aber hey auch die verkaufen Platten.(und oft nicht mal wenige)
Also wäre er schön blöd, wenn er nur weil Leute wie ich sowas dumm finden, damit aufhören würde.
Naja aber das führt glaub ich zuweit vom Thema ab.
Ich allerdings muss sagen wenn ich zum Beispiel Lieder höre die nach Eigenaussage des Interpreten im Rausch entstanden sind und mir gefallen sie extrem gut, dann soll er das von mir aus weiter machen.
Die Fans haben keinen Nachteil davon und der Musiker auch nicht.
Schlimm wirds halt echt erst, wenn die Musiker es nicht mehr unter Kontrolle haben, denn sowas führt logischerweise in die Abhängigkeit und wenn ein Künstler unbedingt Drogen oder Alkohol brauch um etwas "auf Reihe"(meistens ist es ja dann nicht mehr so) zu kriegen, dann ist das schon echt ein Armutszeugnis und endet meistens tragisch siehe Curt Kobain.
Ich würde abschließend mal sagen wollen:
Ein paar Bier beim Gitarre spielen am Lagerfeuer wenn jeder mitsingt und es nur um den Spaß geht sind schon in Ordnung aber bei ernsten Gigs, bei denen man dem Publikum sein Können beweisen will und echt was darbieten will sollte man doch lieber drauf verzichten, denn meistens macht es dann nicht lockerer sondern unkontrollierter und außerdem kann man auch einfach nur durch das bloße Spielen vor Fans die das super finden ein Rauschgefühl bekommen.

In diesem Sinne, Gun_DAlf
_________________
Das Leben ist ein Karneval.
Es ist leichter singend zu sein.
Ohohoooooo.......

Was hört ihr so?
http://www.lastfm.de/user/Flad_NuG

Damit ihr auch allet wisst XD
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Music Forum Pro Foren-Übersicht -> Musikanten-Stammtisch Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de